Mark Fenemore:
Youth Opposition in the GDR, 1945–1965

(TD 2015, 2, S. 249–268)      Volltext

Die Sozialistische Einheitspartei (SED) der Deutschen Demokratischen Republik wies ein ambivalentes Verhältnis zu Heranwachsenden auf. Die Propaganda zeichnete das Bild idealistischer, junger Kommunisten der Zukunft. Versäumten diese jedoch die Annahme dieser Rolle, reagierten die Parteispitzen mit verletztem Stolz, Wut und Aggression. Im Laufe der 1950er-Jahre verschob sich die staatliche Repression von den jungen Christen hin zu Maßnahmen gegen junge Menschen (vorwiegend Männer der Arbeiterklasse) aus den Subkulturen (wie beispielsweise Bebop-, Rock- und Beat-Fans.) Der vorliegende Artikel verknüpft die Archivrecherche mit Stanley Cohens Analyse „moralischer Panik“.