KMSK Hannah-Arendt-Institut - Forschung
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Tillichbau der TU Dresden

 

Rechts motivierte Mehrfach- und Intensivtäter in Sachsen

 

Forschungsfeld:  Extremismus

Bearbeitung / Koordination:  Prof. Dr. Uwe Backes

Im Bereich der allgemeinen Jugendkriminalität ist nur ein kleiner Prozentsatz der Straftäter für etwa die Hälfte der registrierten Delikte verantwortlich. Schwerpunktregionen rechter Gewalt, etwa in Sachsen, weisen hingegen einen hohen Anteil an Mehrfachtätern auf (so u.a. ein Ergebnis des BKA-Projektes des HAIT). Diese offenkundige Konzentration der Deliktbelastung führt zu der Annahme, dass durch ein gezieltes Vorgehen gegen die Kerngruppe der Mehrfach- und Intensivtäter die Gewaltkriminalitätsrate wesentlich gesenkt werden könnte. Folglich richtet sich das Interesse auf die spezifischen Problemkonstellationen dieser Gruppe. Untersuchungsgegenstand des Projekts ist der Einfluss dieser Intensivtäter auf die Entwicklung von Verdichtungsräumen rechter wie linker Gewalt. Zentrales Ziel des von Uwe Backes, Michail Logvinov, Matthias Mletzko und Jan Stoye beantragten, 2012 (im Rahmen des Programms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ vom Sächsischen Ministerium des Innern) bewilligten und im Juli 2012 in Kooperation mit der Forschungsstelle Extremismus/Terrorismus des Bundeskriminalamts begonnenen Projektes ist es, ein Instrumentarium zur Früherkennung rechtsorientierter Mehrfach- und Intensivtäter zu entwickeln, Eingriffsmöglichkeiten aufzuzeigen und den Behörden Handlungsempfehlungen zu unterbreiten.

letzte Änderung: 20.04.2015