KMSK Hannah-Arendt-Institut - Forschung
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Tillichbau der TU Dresden

 

Totalitäres Denken im Marxismus und im Nationalsozialismus

 

abgeschlossenes Projekt

Bearbeitung / Koordination:  Prof. Dr. Lothar Fritze

Lothar Fritze hat 2012 seine Studien zum totalitären Denken im Marxismus und Nationalsozialismus abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden in dem Buch „Anatomie des totalitären Denkens. Kommunistische und nationalsozialistische Weltanschauung im Vergleich“, Olzog Verlag, München 2012, veröffentlicht. Die vergleichende Untersuchung hat u.a. zu folgenden Erkenntnissen geführt: „Kommunistische und nationalsozialistische Weltanschauung unterscheiden sich nicht nur in ihrem theoretischen Niveau, sondern auch in ihrer ethischen Grundorientierung. Beide Ideensysteme konnten trotz ihrer inhaltlichen Unterschiedlichkeit als Herrschaftsideologien totalitärer Diktaturen fungieren. Sie haben sich als tauglich erwiesen, Menschen zu begeistern, Überzeugte zu Opfer fordernden Handlungen zu inspirieren und entsprechende Vorgehensweisen (scheinbar) moralisch zu rechtfertigen. In diesem Buch analysiert der Autor die strukturellen Parallelen und inhaltlichen Unterschiede beider Ideensysteme. Seine Analyse kulminiert letztlich in der Feststellung, dass sowohl die kommunistische als auch die nationalsozialistische Weltanschauung jenen Tätertyp begünstigten, der vor allem – vielleicht sogar ausschließlich – zur Planung und Ausführung solcher fundamentalen Menschheitsverbrechen psychisch in der Lage war, der „Täter-mit-gutem-Gewissen“.

letzte Änderung: 01.04.2015