KMSK Hannah-Arendt-Institut - Forschung
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Tillichbau der TU Dresden

 

Die nationalsozialistische Propaganda in Sachsen 1921–1945

 

Forschungsfeld:  Nationalsozialismus

Bearbeitung / Koordination:  Stephan Dehn

Das Dissertationsvorhaben von Stephan Dehn ist ein Teil-Projekt des „Sachsen-Projekts“ am Hannah-Arendt-Institut. Der Autor verfolgt in dieser Studie zwei Ziele: Zum einen soll die Entwicklung der nationalsozialistischen Propaganda in Sachsen zwischen 1921 und 1945 untersucht werden, wozu die Struktur des sächsischen Propagandaapparates rekonstruiert und analysiert wird und besonders vertikale und horizontale Wechselwirkungen bzw. Konflikte zwischen den einzelnen Ebenen der Propaganda herausgearbeitet werden sollen. Zum anderen soll untersucht werden, auf welchen gesellschaftlichen Ebenen und nach welchen Modalitäten die NS-Ideologie propagiert wurde. Die Studie ist in zwei strukturell-inhaltliche Ebenen aufgeteilt: Einerseits sollen der organisatorische Rahmen und andererseits die kommunikativen Ebenen der nationalsozialistischen Propaganda in Sachsen untersucht werden.
Im Verlauf des Jahres 2012 konnten die Literaturanalyse abgeschlossen und parallel dazu Verfeinerungen am methodischen Grundkonzept der Arbeit vorgenommen werden. Der Autor hat Bestände und Verzeichnisse von gedruckt vorliegenden Quellen gesichtet und relevante Unterlagen aufgelistet, deren Analyse momentan andauert. Weiterhin konnten erste Archivbestände in Leipzig und Dresden eingesehen und teilweise auch schon untersucht werden. Für die quantifizierende Untersuchung der sächsischen NS-Propaganda wur de in den letzten Monaten eine Datenbank erstellt, mit Hilfe derer die Veranstaltungen der NSDAP im Gau Sachsen nach spezifischen Parametern gesammelt und ausgewertet werden sollen. Die weiteren Arbeitsschritte dieses Projektes sind die fortzusetzende Untersuchung der Quellenbestände, außerdem die datenbankbasierte Ana lyse der Versammlungspropaganda.

letzte Änderung: 20.04.2015