KMSK Hannah-Arendt-Institut - Forschung
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Tillichbau der TU Dresden

 

Die sächsischen Großlogen nach 1918

 

Forschungsfeld:  Nationalsozialismus

Bearbeitung / Koordination:  Franziska Böhl

Das Forschungsprojekt „Die sächsischen Großlogen nach 1918“ befasst sich mit den Freimaurerlogen der Großen Landesloge von Sachsen und der Großloge „Deutsche Bruderkette“ als klassische bürgerliche Vereinigungen zwischen Demokratie und Diktatur(en). Konkret soll die Entwicklung der Logen bis zum Verbot der Freimaurerei von 1935 sowie dessen Auswirkungen behandelt werden. Während der Weimarer Republik gilt es, die unterschiedlichen Abwehrstrategien der Freimaurer gegen die Angriffe der völkischen und nationalsozialistischen Bewegung herauszuarbeiten. Nach 1933 konzentriert sich die Arbeit auf die verschiedenen Formen der Anpassung, die meist mit einer Umwandlung in sogenannte Christliche Orden und damit der offiziellen Loslösung von der Freimaurerei einherging. Nach dem Verbot soll das weitere Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die Freimaurerei und die Eingliederung der einstigen Logenmitglieder in die NS-Gesellschaft behandelt werden. Zum Abschluss soll ein Exkurs über die sächsischen Freimaurer während der DDR folgen.
Nachdem sich Franziska Böhl eingehend mit der Forschungsliteratur zu den sächsischen Logen beschäftigt hat, begann eine intensive Archivrecherche u.a. im Bundesarchiv und einer Reihe sächsischer Archive. Das Projekt erhält Zuwendungen der Horst-Springer-Stiftung e.V., Leipzig.

letzte Änderung: 20.04.2015