Hannah-Arendt-Institut
für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden
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Gebäude Hannah Arendt Institut

Bilder der Allmacht.
Die Darstellung der Staatssicherheit in Film und Fernsehen.

Forschungsfeld: Kommunismus
Koordination: Dr. Andreas Kötzing

Die Darstellung der Staatssicherheit in Film und Fernsehen hat große Konjunktur. Nicht erst seit dem internationalen Publikumserfolg von „Das Leben der anderen“ (2006) nimmt die Darstellung des ostdeutschen Geheimdienstes in fiktionalen Erzählungen über die Geschichte der DDR eine zentrale Stellung ein. Häufig wird dabei das alltägliche Leben in der DDR auf eine scheinbar allmächtige Präsenz der Staatssicherheit verkürzt. Im Forschungsprojekt von Andreas Kötzing werden aktuelle und historische Filme und Fernsehserien mit thematischen Bezug zur Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit genauer untersucht. Welche narrativen Schwerpunkte werden durch die mediale Inszenierung der Staatssicherheit transportiert? Wie wirken sich diese auf die Darstellung der DDR-Geschichte aus? Welche Themen bleiben ausgespart? Mit welchen visuellen Mitteln wird die Überwachungstätigkeit der Staatssicherheit in Szene gesetzt? Diese und weitere Fragestellungen wurden im Herbst 2016 im Rahmen einer internationalen Fachkonferenz diskutiert. Dabei wurde der Bogen auch zurück in die Zeit vor 1989/90 gespannt, um die aktuellen Bilder der Staatssicherheit mit den Selbst- und Fremddarstellungen aus der Zeit des Kalten Krieges zu vergleichen. Geplant ist ein umfangreicher Sammelband, der die gesamte Bandbreite der medialen Inszenierung der Staatssicherheit erfassen soll. Die Veröffentlichung ist für den Herbst 2018 geplant.

letzte Änderung: 26.04.2018