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Tillichbau der TU Dresden

Forschung

Am Hannah-Arendt-Institut wird die Geschichte des Nationalsozialismus und des Kommunismus systematisch erforscht. Beide Weltanschauungsdiktaturen haben das 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Im Mittelpunkt der Forschung stehen die politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen während der NS-Zeit sowie in der DDR. Untersucht werden ihre politisch-ideologischen Voraussetzungen, ihre organisatorischen Strukturen sowie die konkreten Auswirkungen beider Herrschaftssysteme. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Opposition und Widerstand gegen beide deutsche Diktaturen. Vergleichende Perspektiven auf andere faschistische und staatssozialistische Systeme erweitern das systematische Forschungsfeld des Institutes, zu dem auch die kritische Auseinandersetzung mit dem politischen Extremismus in Geschichte und Gegenwart zählt.

Die Forschungstätigkeit des Instituts wird nicht durch das Jahr 1989 begrenzt. Die Nachwirkungen der Diktaturen erfordern vielmehr eine differenzierte Betrachtung im Rahmen der Transformationsforschung, einschließlich aktueller Herausforderungen und Gefährdungen der Demokratie, einerseits durch autokratische und fundamentalistische Regime, anderseits durch extremistische, rassistische und antisemitische Einstellungen.