Hannah-Arendt-Institut
für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden
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Tillichbau der TU Dresden

HAIT-Kolloquium

Dekonsolidierung oder Weiterentwicklung der Demokratie in Ungarn?

Referent/in: Prof. Dr. Ellen Bos (Andrássy Universität Budapest)
19.04.2018 | 14:50 Uhr
Zeuner-Bau, Raum 260, 01069 Dresden, George-Bähr-Str. 3c

Politischer Konstitutionalismus, Antipluralismus und plebiszitäre Politik

Ungarn steht seit der Regierungsübernahme durch die von Viktor Orbán geführte rechts-konservative FIDESZ-Partei im Jahr 2010 immer wieder in der internationalen Kritik. Der einstige Wegbereiter der Reformen im Ostblock und Modellfall eines gelungenen Systemwechsels gilt inzwischen als Vorreiter der illiberalen Demokratie. Ellen Bos wird die Elemente des von der Regierung Orbán seit 2010 betriebenen Umbaus des politischen Systems und die Auswirkungen auf die Qualität der Demokratie beleuchten. Außerdem wird sie der Frage nachgehen, welche neuen Repräsentations- und Legitimationsmuster im „System Orbán“ identifiziert werden können.

Ellen Bos, geb. 1960, ist Politikwissenschaftlerin und lebt in Budapest. Seit 2004 ist sie Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa in der EU an der Andrássy Universität Budapest. Sie ist dort Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs und Leiterin des interdisziplinären Ph.D.-Programms „Die Zukunft Mitteleuropas in der Europäischen Union“.