Hannah-Arendt-Institut
für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden
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Tillichbau der TU Dresden

HAIT-Kolloquium

Bad guys, good causes? Understanding far-right appeal in contemporary Europe (Böse Jungs mit guten Absichten? Den Rechtsextremismus im heutigen Europa verstehen) - Vortrag in englischer Sprache

Referent/in: Dr. Agnieszka Pasieka (Universität Wien)
14.06.2018 | 14:50 Uhr
Zeuner-Bau, Raum 260, 01069 Dresden, George-Bähr-Str. 3c

In den letzten Jahren hat sich die Zusammenarbeit zwischen rechtsextremen Bewegungen auf verschiedenen Ebenen und in vielfältiger Weise verstärkt. Ihre Mitglieder stehen bei Demonstrationen Seite an Seite, solidarisieren sich mit „Kameraden“ im Ausland, tauschen Ideen aus und lernen voneinander bei Sommercamps und gegenseitigen Besuchen. Obwohl eine solche Vernetzung aufgrund der starken nationalistischen Ausrichtung der beteiligten Bewegungen oft als „überraschend“ und „paradox“ beschrieben wird, zeigt eine nähere Untersuchung, dass dieser transnationale Aktivismus eine logische Entwicklung der Aktivitäten „vor Ort“ ist. Um dieses Phänomen zu veranschaulichen, werden verschiedene Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements diskutiert, die von rechtsextremen Bewegungen in Polen, Ungarn und Italien verfolgt werden. Der Vortrag wird sowohl einzelne (nationale) Fallstudien als auch Netzwerke zwischen den untersuchten Organisationen beleuchten.

Zur Referentin:
Agnieszka Pasieka, geboren 1983, hat Soziologie studiert und in Sozialanthropologie promoviert. Ihre erste Monografie, „Hierarchy and Pluralism: Living Religious Difference in Catholic Poland“ („Hierarchie und Pluralismus: Das Leben mit religiösen Unterschieden im katholischen Polen“) (Palgrave 2015), beschäftigt sich mit religiösen und ethnischen Minderheiten im Spannungsverhältnis zwischen Kirche und Staat in Polen.
Zurzeit ist sie Marie Skłodowska-Curie Fellow an der Universität Wien, wo sie zur Transnationalisierung rechtsextremer Bewegungen im heutigen Europa forscht.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.