Hannah-Arendt-Institut
für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden
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Tillichbau der TU Dresden

Vortrag

Einrichten im Übergang. Überlegungen zu einer Erfahrungsgeschichte der Migration

Referent/in: Dr. Jeannette van Laak (Leipzig)
01.11.2018 | 16:00 Uhr Uhr
Hannah-Arendt-Institut, Helmholtzstr. 6, Raum 110

Zwischen 1949 und 1990 verließen knapp 4,5 Millionen DDR-Bürger das Land in Richtung Bundesre-publik Deutschland, wo sie einen sozialen und gesellschaftlichen Neuanfang gewagt haben. Die hierzu im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Geschichte des Notaufnahmelagers Gießen geführten Interviews geben Hinweise darauf, was die Akteure damals umtrieb, welche Erfahrungen sie mit dem Weggehen machten und wie lange es dauerte, bis sie sich in der Bundesrepublik eingerichtet hatten. Diese Facetten geben Aufschluss, was Migration erfahrungsgeschichtlich für die Migranten selbst, aber auch für die Aufnahmegesellschaft bedeutet.

Zur Referentin:
Dr. habil. Jeannette van Laak hat in Jena Geschichte, Germanistik und Philosophie studiert und anschließend bei Prof. Dr. Lutz Niethammer über die „Aktivisten der ersten Stunde. Antifaschistische Ausschüsse in der SBZ“ promoviert. Nach dem Zweiten Staatexamen war sie an einer Studie über die soziale Lage der SED-Opfer in Thüringen beteiligt und arbeitete am Forschungsprojekt „Bühne DDR“ mit. 2007 wechselte sie nach Gießen, wo sie zuerst in der Didaktik der Geschichte tätig war. Von 2012 bis 2016 arbeitete sie zur Geschichte des Notaufnahmelagers Gießen. Dieses Projekt wurde als Eigene Stelle durch die DFG gefördert. Die Habilitation erfolgte Ende 2016. Seit 2017 ist Jeannette van Laak wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow.