Hannah-Arendt-Institut
für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden
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Tillichbau der TU Dresden

Vortrag

Ostdeutsche Eliten und Eliten in Ostdeutschland. Eine Analyse ihrer Zirkulation und Reproduktion nach 1989 im ostmitteleuropäischen Vergleich

Referent/in: Prof. Dr. Raj Kollmorgen (Görlitz)
24.01.2019 | 16:00 Uhr
Hannah-Arendt-Institut, Helmholtzstr. 6, Raum 110

Einerseits fanden oder finden sich Ostdeutsche in Spitzenpositionen des Staates. Es reicht, an Bundeskanzlerin Angela Merkel oder an den Altbundespräsidenten Joachim Gauck zu erinnern. Andererseits zeigen alle vorliegenden Erhebungen, dass Ostdeutsche jenseits des politischen Sektors in den Eliten teils dramatisch unterrepräsentiert sind. Das gilt etwa für die Sektoren Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft. Im Vortrag sollen nicht nur entsprechende empirische Befunde präsentiert, sondern auch in postkommunistisch vergleichender Perspektive gefragt werden, warum es bis heute so wenige Ostdeutsche in die Führungsgruppen der Bundesrepublik geschafft haben und ob sich dies absehbar ändern könnte.

Zum Referenten:
Raj Kollmorgen, geb. 1963, ist Soziologe und lebt in Görlitz. Er ist seit 2013 Professor für Management Sozialen Wandels an der Hochschule Zittau/Görlitz und Direktor des Forschungsinstituts für Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung (TRAWOS). Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die postkommunistischen Transformationen, Ostdeutschland sowie soziale Wandlungsprozesse in den Gegenwartsgesellschaften, einschließlich sozial-ökologischer Herausforderungen oder politischer Radikalisierungen.